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KidsAktiv |
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Im Rahmen eines im Jahr 2000 von der AOK Heilbronn in Verbindung mit der Universität Heidelberg laufenden Projekts wurden an ausgewählten Schulen im Raum Heilbronn Möglichkeiten erkundet, wie durch geeignete bewegungsfördernde Maßnahmen in der Schule in Zusammenwirken mit Sportvereinen Bewegungs- und Haltungsauffälligkeiten von Kindern entgegengewirkt werden kann.
Ziel des Projektes ist die Entwicklung und Erprobung eines präventiven Gesamkonzepts zur Gesundheitserziehung. Eine gezielte Bewegungserziehung in der Grundschulzeit soll Auffälligkeiten entgegen wirken oder sie erst gar nicht entstehen lassen.
Im Zusammenwirken der Schule und wohnortnaher Sportvereine werden Sportfachkräfte ein speziell entwickeltes Bewegungsangebot einbringen.
Mittlerweile nehmen im Schulamtsbezirk Heilbronn 96 Grundschulen und 68 Sportvereine am Programm "KidsAktiv" teil. Zum heutigen Stand sind insgesamt 20 000 Schülerinnen und Schüler beteiligt.
Für Kinder im Grundschulalter ist die Förderung der Bewegung eine wichtige Voraussetzung zur Entwicklung der Lern- und Konzentrationsfähigkeit. Unsere Schule gehört zu den ausgewählten Schulen, an denen das Projekt KidsAktiv der AOK durchgeführt wird. Dieses Projekt soll Möglichkeiten aufzeigen, wie mit relativ geringem Aufwand die weitreichenden Folgen der Bewegungsarmut ausgeglichen werden können.
Nicht jedes Kind, aber eine Vielzahl an Kindern erkundet ihre Umwelt nicht mehr zu Fuß bzw. auf "vier Füßen". Kinder werden von den Eltern zu ihren Terminen mit dem Auto gefahren und anschließend wieder abgeholt. Das natürliche "bewegte" Spielen im Freien wird durch Spielekonsolen und PCs in den Kinderzimmern ersetzt.
Diese so genannte "Verinselung" der Kindheit führt zu einem Verlust an Sinneserfahrungen in der direkten Auseinandersetzung mit der Umwelt, einem Verlust an sozialen Kontakten, sowie zu einem Defizit an Bewegung.
Hinzu kommt eine Institutionalisierung der Kinder. Sie haben immer weniger Zeit, frei zu spielen oder sich Pausen zu nehmen. So paradox es klingt, viele Kinder müssen ihre Freizeit mit dem Terminkalender planen, bzw. werden von ihren Eltern verplant.
Über den besorgniserregenden Gesundheitszustand unserer Kinder kann man heute fast täglich lesen. Im Zuge der verminderten körperlichen Belastbarkeit bzw. Leistungsfähigkeit haben Kinder immer früher mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Erkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck treten schon im Kindesalter auf. Die Heranwachsenden haben Übergewicht, Haltungsschäden oder weisen Lern- und Verhaltensstörungen auf. Sie leiden unter Kopf- und Rückenschmerzen, können nicht rückwärts gehen oder haben Schwierigkeiten einen "Purzelbaum" zu schlagen.
In den letzten Jahren haben sich die Lebensbedingungen von Kindern in Deutschland erheblich verändert. Kinder und Jugendliche verbringen bis zu 2/3 ihrer Freizeit mit neuen Medien. Der "normalen" kindlichen Entwicklung steht das "Computer-Zeitalter" gegenüber, das Zeitalter der Technisierung. Dies bedeutet gleichzeitig, dass die Bildungs- und Erziehungseinflüsse mit realen Naturerfahrungen und Erlebnissen in der Umwelt zunehmend zurückgedrängt werden.
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